SELBSTREGULATION FÜR SICH SELBST UND IN DER PARTNERSCHAFT – EIN VORTRAG VON KARSTEN DÖRING.

SELBSTREGULATION DURCH SELBSTBEZUG

Die Haltung, mit der wir eine Situation erleben, bestimmt, ob wir in Frieden sind oder eben nicht.

Die Haltung, die wir dem gegenüber einnehmen, was wir erleben, bestimmt die Intensität und Tiefe unserer Erfahrungen im Leben. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob wir uns gegen das wehren, was geschieht, versuchen davor zu fliehen, oder uns in Selbstmitleid ergehen. Alle drei führen zu Unglück.

Wenn es gelingt, mit dem eigenen Erleben präsent zu sein, ohne es zu bewerten, öffnet sich das Tor zum Frieden und später zum Glück. Viktor Frankl spricht von der dritten Art des Sinns, die in der Haltung besteht, die wir dem gegenüber einnehmen, was geschieht und was wir erleben. Diese Haltung sich selbst gegenüber führt zu Selbstwirksamkeit, Handlungsfähigkeit und dem Vertrauen, die Möglichkeit der Wahl zu haben.  

 

Freiheit

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl Unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegt unsere Entwicklung und unserer Freiheit.

Überlebensreflex

Im NARM Modell erforschen wir gemeinsam die Prägung, durch die Sie ihre welt wahrnehmen und erkunden die Vorannahmen, die Ihrer Perspektive zugrunde liegt. Vorannahmen.

Dadurch weitet sich dies Blick und der nätürliche ursprüngliche Impuls zeigt sich und es entstehen neue Möglichkeiten. 

Wir erforschen gemeinsam, was dem natürlichen Impuls im Weg steht.

 

PARTNERSCHAFT:

Partnerschaften werden komplexer, weil unterschiedliche Wahrnehmungen und Bewertungen aufeinandertreffen. Wenn die eigene Stabilität und sichere Bindung es zulassen, wird dieser Unterschied mit Humor oder Interesse aufgenommen, und die Fähigkeit besteht, mit dem Konflikt umzugehen. Wenn die Bindung und das Selbstgefühl nicht sicher genug sind, wird der Unterschied als Konflikt und als bedrohlich erlebt.

Das Nervensystem wird dann aktiviert, und es fühlt sich an, als wäre ich im Krieg, mit nur noch Kampf oder Flucht. Wenn keines von beidem möglich ist, erstarre ich. Wenn nicht genug Kapazität vorhanden ist, mich selbst zu beruhigen, und dem anderen die Schuld gegeben wird, kommt es zur Eskalation.

Ständige Kritik, Rechtfertigung, Mauern und Verachtung sind fortgeschrittene Symptome einer Partnerschaft in der Krise.

Wie kommt man da raus?

  1. Die eigenen Vorannahmen/Zukunftserinnerungen über den anderen hinterfragen und so Raum für ein „Update“ schaffen.
  2. Verletzlichkeit zeigen. Sich mit den tieferen Gefühlen verbinden.
  3. Zuhören, ohne sofort zu urteilen.

Nach David Schnarch entstehen gute Beziehungen nicht aus Harmonie, sondern aus persönlichem Wachstum. Seine vier Prinzipien einer reifen Partnerschaft sind:

  1. Die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen: Jeder ist für seine eigene emotionale Stabilität verantwortlich, nicht der Partner. Wenn du aufgewühlt bist, ist es deine Aufgabe, dich selbst zu regulieren – nicht Druck auszuüben, mit Rückzug zu bestrafen oder Drama zu erzeugen.
  2. Maßvolles Reagieren (nicht-reaktive Proaktivität): Steh für dich ein, ohne deine Prinzipien aufzugeben und ohne anzugreifen. Sage, was du fühlst und denkst, ohne zu urteilen.
  3. Du respektierst die Eigenständigkeit des anderen: Keine Änderungsversuche, keine emotionale Erpressung. Der andere darf anders sein, auch wenn es dich triggert.
  4. Sinnvolles Ausharren in Konflikten: Konflikte sind kein Beziehungsversagen. Bleibe verbunden und halte den Kontakt in der Spannung des Konflikts, statt dich zurückzuziehen oder anzugreifen. Eine starke Beziehung entwickelt sich, wenn zwei Menschen ihre Angst vor Zurückweisung aushalten und trotzdem authentisch bleiben.

Das bedeutet, dass Partnerschaft und Individuation/Selbstentwicklung kein Widerspruch sind.

„Alles kann einem Menschen genommen werden, nur eines nicht: die letzte der menschlichen Freiheiten – die Wahl der eigenen Haltung in jeder gegebenen Situation, die Wahl des eigenen Weges."
Viktor Frankl
Dritte Art des Sinns

FREIHEIT

Reiz > Wahrnehmung > Bewertung (einschließlich Vorannahmen) > Reaktion

  • Überlebensreflex:
  • Die Wahl des Kindes: Wenn die Bedürfnisse eines Kindes mit Strenge beantwortet werden, weicht anfänglicher Protest irgendwann der Anpassung und Resignation. Natürlicher Protest wird unterdrückt und zugunsten einer sicheren Bindung angepasst. Für ein Kind ist es zu bedrohlich, diese Bindung zu gefährden. Anders gesagt wird daraus entweder „Mama ist böse“ oder „Ich bin falsch.“ Und das Kind wählt immer die Mutter.
  • Im erwachsenen Bewusstsein haben sowohl meine Impulse und meine Wahrheit als auch das unangemessene Verhalten der Mutter ihren Platz. Wenn es mir gelingt, dies anzuerkennen, öffnet sich Raum für meine eigenen authentischen Impulse. Die Identifikation mit der Überlebensstrategie des Kindes nimmt ab, und das erwachsene Bewusstsein bringt größere Freiheit.

Wir erforschen, was dem natürlichen Impuls im Weg steht.

 

PARTNERSCHAFT

Partnerschaften werden komplexer, weil unterschiedliche Wahrnehmungen und Bewertungen aufeinandertreffen. Wenn die eigene Stabilität und sichere Bindung es zulassen, wird dieser Unterschied mit Humor oder Interesse aufgenommen, und die Fähigkeit besteht, mit dem Konflikt umzugehen. Wenn die Bindung und das Selbstgefühl nicht sicher genug sind, wird der Unterschied als Konflikt und als bedrohlich erlebt.

Das Nervensystem wird dann aktiviert, und es fühlt sich an, als wäre ich im Krieg, mit nur noch Kampf oder Flucht. Wenn keines von beidem möglich ist, erstarre ich. Wenn nicht genug Kapazität vorhanden ist, mich selbst zu beruhigen, und dem anderen die Schuld gegeben wird, kommt es zur Eskalation.

Ständige Kritik, Rechtfertigung, Mauern und Verachtung sind fortgeschrittene Symptome einer Partnerschaft in der Krise.

Wie kommt man da raus?

    1. Die eigenen Vorannahmen/Zukunftserinnerungen über den anderen hinterfragen und so Raum für ein „Update“ schaffen.
    2. Verletzlichkeit zeigen. Sich mit den tieferen Gefühlen verbinden.
    3. Zuhören, ohne sofort zu urteilen.

 

Die vier Prinzipien von David Schnarch

Nach David Schnarch entstehen gute Beziehungen nicht aus Harmonie, sondern aus persönlichem Wachstum. Seine vier Prinzipien einer reifen Partnerschaft sind:

  1. Die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen: Jeder ist für seine eigene emotionale Stabilität verantwortlich, nicht der Partner. Wenn du aufgewühlt bist, ist es deine Aufgabe, dich selbst zu regulieren – nicht Druck auszuüben, mit Rückzug zu bestrafen oder Drama zu erzeugen.
  2. Maßvolles Reagieren (nicht-reaktive Proaktivität): Steh für dich ein, ohne deine Prinzipien aufzugeben und ohne anzugreifen. Sage, was du fühlst und denkst, ohne zu urteilen.
  3. Du respektierst die Eigenständigkeit des anderen: Keine Änderungsversuche, keine emotionale Erpressung. Der andere darf anders sein, auch wenn es dich triggert.
  4. Sinnvolles Ausharren in Konflikten: Konflikte sind kein Beziehungsversagen. Bleibe verbunden und halte den Kontakt in der Spannung des Konflikts, statt dich zurückzuziehen oder anzugreifen. Eine starke Beziehung entwickelt sich, wenn zwei Menschen ihre Angst vor Zurückweisung aushalten und trotzdem authentisch bleiben.

Das bedeutet, dass Partnerschaft und Individuation/Selbstentwicklung kein Widerspruch sind.

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